Philosophische Gespräche über die Freiheit des Menschen mit Georges Mathieu

Es gibt Hirnforscher, die bestreiten, dass es so etwas wie Freiheit überhaupt gibt. Sie sei nichts weiter als eine Illusion, derer wir bedürften, um unser Alltagsleben bewältigen zu können. In Wirklichkeit aber sei all unser Denken und Handeln durchgehend von neuronalen Prozessen in unserem Gehirn determiniert. Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte des Menschen, dass die Freiheit zum Angriffspunkt von Theorien geworden ist. So waren es früher – und sind es zum Teil immer noch – Soziologen, welche die Möglichkeit bestritten, dem Kausalnexus allen Geschehens in der Menschenwelt zu entkommen und spontanes Handeln zu initiieren. Es scheint, dass auch die Freudsche Psychoanalyse mit ihrem doch eher deterministisch angelegten Modell der menschlichen Person wenig Raum lässt für freies Entscheiden und Handeln.

Wenn wir demnach den erwähnten Auffassungen folgen, so drängt sich die Frage auf, was denn noch übrig bleibt von der Autonomie der Person, von verantwortlichem Denken und Handeln. Kurz: Wie steht es um unser Selbstbild? Um es mit Kant auszudrücken: Wir bedürfen der Freiheit, „weil man sich sonst selbst missversteht.“

In diesem Kurs geht es also darum, uns mit den Argumenten der Freiheitsleugner auseinanderzusetzen und einen differenzierten Begriff von Freiheit zu diskutieren.

 

 

Mittwoch, außer in den Schulferien

Datum:           26.9.-5.12.2018

Uhrzeit:           16.00-17.30 Uhr

Preis:               85€ für 10X

Ort:                   Club Haus am Brill

 

Anmeldung per Telefon 30 00 01 oder E-Mail Clubsenior@mamer.lu

Veuillez vous inscrire par téléphone ou email et verser votre participation sur le compte BGL LU49 0030 3218 9179 0000 Club Haus Am Brill avec la mention du cours